Wald-Michelbach

Kurzer geschichtlicher Überblick
 
- 1238   Ersterwähnung als „Michinbach“.
 
- 1264   Der Ort erhält das Befestigungsrecht.
 
- 1437   Es gibt bereits ein Ober- und ein Unterdorf.
 
- 1457   Im Ort wird nachweislich ein Eisenhammer betrieben (Hammerschlösschen).
 
- 1568   Wald-Michelbach wird zur Zent erhoben.
 
- 1594   Bau des ersten Rathauses. Dies ist mit der Bauurkunde im Torgewände nachgewiesen.
            In dem alten Fachwerkgebäude befindet sich heute das „Überwälder Heimatmuseum“.
 
- 1693   Französische Soldaten Ludwig des XIV zerstören die Kirchenburg samt Zentturm.
 
- 1735   Bau der katholischen Kirche (Vollendung 1743).
 
- 1755   Renovierung der evangelischen Kirche.
 
- 1801   In einer Flurkarte ist das Oberdorf als Wald-Michelbach „im Fleck“ und das Unterdorf als
            Wald-Michelbach „im Dorf“ ausgezeichnet.
 
- 1803   Die Region wird hessisch.
 
- 1811   Aufhebung der Leibeigenschaft.
 
- 1832   Auf dem Glockenturm der evangelischen Kirche wütet ein Brand.
 
- 1842   Bau der Staatsstraße (Ludwigstraße).
 
- 1862   Einzug der Glocken für die evangelische Kirche.
 
- 1863   Abbruch des baufälligen Zentturms. Mit den Bauresten wird 1864 der
            Kirchturm der katholischen Kirche errichtet.
 
- 1901   Die Überwaldbahn nimmt den Betrieb auf.
 
- 1907   Wald-Michelbach erhält eine Wasserleitung. 1910 folgt der Siedlungsteil „Straßburg“.
 
- 1920   Anschluss an das Stromnetz. Im gleichen Jahr gründet Heinrich Martin Schlerf
            aus Mannheim die "Hessischen Hölzerwerke“, aus denen später die Coronet-Werke
            hervorgehen.
 
- 1925   Bau der Adam-Karrillon-Schule, bis 1971 war dort das Gymnasium beheimatet.
 
- 1945   Amerikanische Truppen besetzen den Ort (28.März).
 
- 1953   Einweihung des Anbaus der Adam-Karrillon-Schule (12.Mai).
 
- 1956   Einweihung der Turn- und Sporthalle in der Rudi-Wünzer-Straße (08. September).
            Es war die erste Sporthalle im Kreis Bergstraße.
 
- 1957   Einführung der Müllabfuhr.
            Die erste Abfuhr war am 09.Mai und erfolgte danach wöchentlich.
 
- 1964   Bau der Eugen-Bachmann-Schule, bis 1971 waren dort die Grundschule sowie die Haupt-
            und Realschule untergebracht.
 
- 1966   Einweihung der ersten Reithalle im Kreis Bergstraße in Wald-Michelbach.
 
- 1971   Errichtung des Neubaus für das Überwald-Gymnasium.
            Die Grundschule zieht in die nun frei gewordene Adam-Karrillon-Schule ein, in deren Anbau
            auch die Mary-Anne-Kübel-Schule, eine Schule für Lernhilfe, untergebracht ist.
            Am 01. Oktober wird die Heinrich-Schlerf-Kindertagesstätte eingeweiht.
 
- 1972   Abschluss der Gebietsreform.
            Die Großgemeinde Wald-Michelbach mit der Kerngemeinde und den Ortsteilen Affolterbach,
            Aschbach, Gadern, Hartenrod, Kocherbach, Kreidach, Ober-Schönmattenwag,
            Siedelsbrunn und Unter-Schönmattenwag ist gebildet.
 
- 1975   Die 10.000 Einwohner Grenze wird erreicht und übersprungen.
 
- 1979   Einweihung der „Heinrich-Schlerf-Erholungsanlage“.
 
- 1984   Bezug des neuen Rathauses, in dem auch heute noch die Verwaltung sitzt.
 
- 1988   750-jähriges Jubiläum der urkundlichen Ersterwähnung.
 
 
Zur Namensdeutung von Wald-Michelbach
 
Althochdeutsch bedeutet „Michel“ soviel wie Wasser oder feuchtes Gebiet. So könnte der Ortsname frei übersetzt bedeuten: Waldgebiet in feuchter Umgebung am Bach.